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Rezension: Dagobert – Afrika

Scheibenkleister

In der Rubrik Scheibenkleister wühlt Ernst.FM für euch in der Plattenkiste. Jeden Freitag bespricht einer unserer Redakteure eine gute Neuerscheinung aus den letzten Wochen.

[011] Rezension: Dagobert – Afrika

Dem Mythos nach lebte Dagobert fünf Jahre allein in einem Bergdorf, ernährte sich dort nur von Reis und schrieb nebenbei traurige Songs über eine unerwiderte Liebe. Nach fünf Bergjahren zog der Künstler ausgestattet mit genügend Musik nach Berlin. Mit dem Debütalbum hat der Schweizer „Schnulzensänger aus den Bergen“ Dagobert die Hipsterherzen mit seinen extravaganten Auftritten in kleinen Bars in Berlin-Mitte erobert. Auf dem zweiten Album „Afrika“ singt Dagobert von der Liebe und Sehnsucht und rebelliert gleichzeitig gegen die merkwürdige Zivilisation: „Ich werde nun für immer gehen / Und dich nie mehr wiedersehen / Doch so wie du mich kennst, wirst Du das verstehen / Denn ich geh nach Afrika / Mit meinem Herz bin ich schon da / Und singe mit den Affen Uah-uah-Ah”.

Dagobert will raus aus der kalten Stadt, wo alle Menschen „aneinander vorbei leben“ und keinen Bock haben, „zusammen angeln zu gehen“ oder überhaupt miteinander zu reden. Deswegen will der Künstler lieber nach Afrika abhauen oder träumt von „Moonlight Bay“ und „Natronsee“. Mit viel Kitsch, Pathos und eingängigen Melodien bewegt sich Dagobert musikalisch zwischen dem intelligenten Schlagerpop und der klassischen Singer-Songwriter Musik.

Bei den Aufnahmen von „Afrika“ arbeitete Dagobert erneut mit Markus Ganter zusammen, der auch schon die Alben für Sizarr und Casper produziert hat. Wir hören aber auch Arrangements von Konstantin Gropper alias Get Well Soon. Rausgekommen ist das Album auf dem Musiklabel Buback von Ted Gaier, dem Sänger der Band Die Goldenen Zitronen.

Playlist zur Sendung

Die Playlist enthält nur die gespielten Songs, die auch bei Spotify verfügbar sind.

Diese Episode wurde veröffentlicht unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland (CC BY 3.0 DE).


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