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Maxim: “Ist ja mein Traumberuf, Menschen unglücklich zu machen.”

Backstage

Ehrlich, hautnah und noch ein bisschen verschwitzt – so mögen wir unsere Interviewpartner am liebsten. Backstage ist die Sendung für diejenigen, die nie genug von exklusiven Infos aus erster Hand und wilden Geschichten rund um Tourleben, Musikproduktion und Künstlerdasein bekommen können. Wir bitten Künstler aller Couleur zum Gespräch in die Backstage-Räume der Hannoverschen Clubs.

[48] Maxim: “Ist ja mein Traumberuf, Menschen unglücklich zu machen.”

Gerade mit seinem neuen Album „Reprise“ auf Deutschlandtour, hat einer der bekanntesten deutschsprachigen Künstler auch in Hannover Halt gemacht. Wir hatten das Glück, Maxim in der Faust vor seinem Konzert zu treffen und ein bisschen mit ihm über seine Musik zu plaudern.  


Schon seit 2005 im Musikbusiness, kennen die meisten Leute Maxim wahrscheinlich durch seinen Song „Meine Soldaten“, der 2013 veröffentlicht wurde. Er kann sich den Erfolg dieses Songs nicht wirklich erklären, manchmal würde der richtige Text einfach zur richtigen Musik passen. Andere Songs seines neuen Albums hätten ihn beispielsweise mehr berührt. 

Bei Maxim erzählt jeder Song auch eine Geschichte. Dazu sammelt er Eindrücke aus seinem Leben und ordnet diese für sich um ihnen dann musikalisch einen Ausdruck zu verleihen. Aus seinen Gefühlen. So entstehen seine Texte. Dieses Mal ist das Album in den Red Bull Studios in Berlin gemeinsam mit seiner Band eigenhändig eingespielt worden. Eine besondere Erfahrung, wie Maxim berichtet. 

Mit anderen Leuten gemeinsam oder alleine zu musizieren ist wie Sex mit ‘ner anderen Person oder Selbstbefriedigung – ist ja beides schön, aber anders.

Seit Oktober 2017 ist das sechste Studioalbum nun am Start und auch in seinem neuen Song „Buntstifte“ schlägt Maxim wieder melancholische Töne an. Und das, obwohl der Titel eher nach Farben und Kindheit klingt. Wie passt das zusammen? Maxim erklärt, ein Familienmitglied habe schwere Depressionen gehabt. Die Bilder, die diese Person während einer Therapie mit Buntstiften gemalt hat, dienten als Inspiration für den Song.   

Ist ja mein Traumberuf, Menschen unglücklich zu machen (lacht).

Für Maxim ist Musik interessanter, wenn sie Probleme thematisiert. In seinen Texten schwingt deshalb oft ein kritischer Grundton mit. Von seinen Fans erwartet er deshalb auch nicht, dass sie gut gelaunt aus seinen Konzerten gehen. Er selbst ist während Konzerten im Tunnel, er bekommt nicht wirklich mit, dass die Songs einen nicht wirklich aufbauen. Nichtsdestotrotz sollen sie nicht lebensverneinend sein, sondern einfach zum Nachdenken anregen.  

Mir ist wichtig, dass das Publikum am Ende trotzdem mit einem hoffnungsvollen Blick aus dem Konzert rausgeht.

 

Mit tatkräftiger Unterstützung des Teams Backstage/Lauschig

Diese Episode wurde veröffentlicht unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland (CC BY 3.0 DE).


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