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LÖVEN: “Wir fragen uns in vielen Momenten: Was würde der Löve jetzt tun?”

Backstage

Ehrlich, hautnah und noch ein bisschen verschwitzt – so mögen wir unsere Interviewpartner am liebsten. Backstage ist die Sendung für diejenigen, die nie genug von exklusiven Infos aus erster Hand und wilden Geschichten rund um Tourleben, Musikproduktion und Künstlerdasein bekommen können. Wir bitten Künstler aller Couleur zum Gespräch in die Backstage-Räume der Hannoverschen Clubs.

[082] LÖVEN: “Wir fragen uns in vielen Momenten: Was würde der Löve jetzt tun?”

Um einen Löwen zu sehen, muss man nicht unbedingt in den Zoo gehen. Manchmal, so haben wir es bei Backstage kürzlich gelernt, sind Löven auch bei Zoom anzutreffen. Diesen Löven haben wir in Gestalt von Sami, Gregor und Paul aus Wien getroffen. Die drei machen seit über zehn Jahren gemeinsam Musik, früher noch auf Englisch und als Alternative-Rock-Band mit „My Glorious“. Seit 2016 widmen sie sich nun als LÖVEN der Pop-Musik. 


Wir fanden es irgendwie witzig so eine unfassbar ausgelutschte Textphrase wie 1000 Rote Rosen zu verwenden.

Die neueste Single der Löven heißt 1000 RR und wird auch Teil des im Sommer kommenden Albums sein. Die Redewendung 1000 Rote Rosen ist dabei Mittel zum Zweck: ein wohlbekanntes Sinnbild für Herzschmerz, genau was das Lied verkörpern soll. Es lag nahe, weil sie früher bei einem anderen Lied schon einmal davon Gebrauch gemacht hatten. 

Früher haben wir viel mehr zu dritt im Proberaum Musik gemacht, jetzt ist es hier mehr wie im Büro.

In der langen Zusammenarbeit der Band hat sich manches gar nicht verändert und vieles ziemlich stark. Früher fand zum Beispiel der größte Teil des Musik-Machens im Proberaum statt. Heute fühlen sich die drei bei ihrer Zusammenarbeit manchmal eher wie im Büro, in dem sie neben Musik auch Grafiken und alles andere, was heute dazu gehört, machen. Im Gegensatz zu früher mit My Glorious sind ihre Produktionen und Auftritte als “Löven” weitaus aufwendiger zu gestalten und vorzubereiten. 

Es geht nicht um uns, es geht um den Löven. 

Natürlich kamen wir nicht darum herum, nachzufragen, wie die Band zu ihrem Namen gekommen ist. Der Löve sei eine Kunstfigur, die sich auch andere Sachen leisten kann als die drei Bandmitglieder. Durch ihn können sie sich aussuchen, wie viel sie durch ihre Musik von sich selbst hergeben. Ob diese Antwort aber tatsächlich stimmt, steht noch offen, die Löven haben sich nämlich einst überlegt, immer eine andere Geschichte zu erzählen, wenn sie nach der Bedeutung ihres Bandnamens gefragt werden. 

Uns war gar nicht bewusst, dass wir ein Konzeptalbum machen. 

Sami, Gregor und Paul erzählen gerne Geschichten. Eine dieser Geschichten war einst so gut erzählt, dass sie für ihr Album den International Independent Music Award für das beste Konzeptalbum bekommen haben. Und das obwohl sie selbst nicht mal wussten, dass sie ein Konzeptalbum gemacht hatten. Das Material für ihre Alben haben sie meistens schon lange vorher. Ein Album-Release stellt für sie immer auch einen Abschluss einer Geschichte dar. Und damit auch den lang ersehnten Start für etwas Neues. Der nächste Meilenstein steht für die Löven im Sommer 2021 mit dem Release ihres Debütalbums an. 

Es wäre schön, für das Album auch ein paar Konzerte einplanen zu können. 

Über eins waren wir uns mit den Löven einig. Wir brauchen wieder Konzerte. Im Gegensatz zu uns haben sie tatsächlich ein Projekt gestartet, mit dem hoffentlich bald wieder Bühnenaction angesagt ist. Über Crowdfunding, bei dem im Voraus Tickets und Merchandise gekauft werden können, wollen die Löven ein ganzes Konzert im Herbst finanzieren. Wer also Bock hat, eine Löven-Show nicht nur live mitzuerleben, sondern auch direkt daran beteiligt zu sein, sollte Mal bei den Löven auf Instagram vorbeischauen. Dort findet ihr den Link zum Start Next-Projekt für das Konzert. 

Vielen Dank an den LÖVEN und an Sami, Gregor und Paul für das Interview! 

Mit Unterstützung des Teams Backstage/Lauschig


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