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Lejo: “Um ‘Wonderwall’ kommst du nicht drum herum”

Backstage

Ehrlich, hautnah und noch ein bisschen verschwitzt – so mögen wir unsere Interviewpartner am liebsten. Backstage ist die Sendung für diejenigen, die nie genug von exklusiven Infos aus erster Hand und wilden Geschichten rund um Tourleben, Musikproduktion und Künstlerdasein bekommen können. Wir bitten Künstler aller Couleur zum Gespräch in die Backstage-Räume der Hannoverschen Clubs.

[071] Lejo: “Um ‘Wonderwall’ kommst du nicht drum herum”

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Wisst ihr noch, wie Menschen auf Konzerte gegangen sind, Künstler auf der Bühne standen und für die Menge gesungen haben… das wünschen wir uns (natürlich sobald wie möglich) wieder zurück! Anfang Februar dachte niemand daran, dass es mal anders sein könnte. Sänger und Multi-Instrumentalist Lejo aus Hamburg hat uns sogar noch von seinem bevorstehenden Thailand Urlaub erzählt. Wir haben mit ihm vor seinem Konzert im Lux über die Künstlerszene in Hamburg gesprochen und warum für ihn momentan nach der Musik kein Plan B in Frage kommt.


Angefangen haben Lejo und seine Band mit Cover-Songs auf dem Hamburger Kiez. 80% Cover, 20% eigene Songs, lautete das Credo am Anfang. Klassische Mitgröl-Hits wie “Wonderwall” dürfen da natürlich nicht fehlen. In einer Bar namens “Lehmitz” sei es sogar üblich, dass man auf dem Tresen spielt und dabei auch mal an einem, so wörtlich, “rumegrabbelt” wird. Wir bekommen den Eindruck, als müsste man schon echt hart im Nehmen sein und das wirklich wirklich wollen. 

Irgendwann wenn du merkst der Pegel ist so hoch bei den Leuten, die ahnen sowieso nicht mehr was hier passiert, dann habe ich immer die eigenen neuen Songs ausprobiert.

Lejo schreibt alle seine Songs selbst. Praktischerweise ist sein Mitbewohner Jakob auch gleichzeitig Pianist, Teil seiner Band und hat gemeinsam mit ihm ein kleines Tonstudio in Hamburg. Da wundert es nicht, dass sich die beiden bei Lejos Song “Malibu” um alles alleine gekümmert, und z. B. alle Instrumente eigenhändig eingespielt haben. Bevor der perfektionistische Musiker aber endlos an einem Song rumbastelt, ist es dann doch ganz gut gewesen, dass es in diesem Fall vom Management eine Abgabe-Deadline gab. 

Am liebsten würde ich 100 Songs bei YouTube hochladen und sagen ‘Ey scheiß drauf hört euch das doch alles an’. 

Dass Musik ein vielfältiges Standbein sein kann, bemerken wir, als uns Lejo von seinem Lehrauftrag an einem Musikgymnasium in Hamburg erzählt. Live on stage singen oder im Studio Songs schreiben   das allein reicht nicht. Anderen die eigene Leidenschaft für Musik zeigen, weitergeben und lehren, kann sowohl auf der Bühne als auch im Klassenzimmer erfolgen. Denn für Lejo ist sein Leben lang denselben Job zu haben, ein überholtes Konzept. Für einen Plan B kann man sich später immer noch entscheiden. 

Man braucht glaube ich einfach nur sein Leben lang den Mut irgendwann zu sagen ‘Ich glaube ich mach nochmal was Neues’.

Mit Untersützung des Teams Backstage/ Lauschig


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