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Giant Rooks: „Es gibt keinen Plan B. Wir wollen das voll durchziehen!“

Backstage

Ehrlich, hautnah und noch ein bisschen verschwitzt – so mögen wir unsere Interviewpartner am liebsten. Backstage ist die Sendung für diejenigen, die nie genug von exklusiven Infos aus erster Hand und wilden Geschichten rund um Tourleben, Musikproduktion und Künstlerdasein bekommen können. Wir bitten Künstler aller Couleur zum Gespräch in die Backstage-Räume der Hannoverschen Clubs.

[043] Giant Rooks: „Es gibt keinen Plan B. Wir wollen das voll durchziehen!“

Giant Rooks gehören zu den Musikern, die als sogenannte Nachwuchshoffnung in der deutschen Musikszene gehandelt werden. Ernst.FM hat die 2014 gegründete Band um Gitarrist Finn und Bassist Luca für Backstage getroffen und mal nachgefragt, wie die nächsten Schritte der Band aussehen  und warum ihr musikalischer Erfolgskurs manchmal auf eine glückliche Verkettung von Zufällen zurückzuführen ist.  


Teilweise fühlt sich das an wie ein Traum, auch wenn sich das jetzt kitschig anhört – aber es ist wirklich so.

Ihre erste eigene Tour haben die Jungs von Giant Rooks gerade beendet und können den bisherigen Erfolg noch gar nicht fassen. Für sie ist es eine Ehre, schon als „Nachwuchshoffnung 2017“ bezeichnet zu werden. Bis vor Kurzem sind allerdings zwei der fünf Bandmitglieder noch zur Schule gegangen. Jetzt haben aber alle ihr Abitur in der Tasche und das bestärkt die Jungs, ab jetzt ihre ganze Kraft in die Musik zu stecken.

Es gibt erst mal keinen Plan B. Wir wollen das voll durchziehen. Das war auch das, was wir von Anfang an gesagt haben: Wir machen das entweder ganz oder gar nicht.

Die Schule war für ihre musikalischen Ambitionen bisher kein Hindernis, das klassische Tourleben jedoch nur begrenzt möglich. Nach dem Konzert fuhr man nachts wieder zurück in die Heimat, um morgens die Schulbank drücken zu können. Das haben Giant Rooks nun hinter sich gelassen. Kommt die Band gerade im Zugzwang, da sie jetzt unbegrenzte Kapazitäten haben, um sich der Musik zu widmen?

Wir wollen uns die Zeit lassen, die wir brauchen. Die Stücke müssen sich entwickeln – vor allem live. Deswegen wird es auch noch dauern, bis wir ein Debütalbum veröffentlichen können.

Ein neuer Schritt in Richtung Debütalbum war der, sich in einer kleinen Hütte in Småland auf die Musik zu konzentrieren und noch mal von vorne anzufangen. Finn, Luca und auch der Rest der Band lassen sich von den unterschiedlichsten Musikstilen beeinflussen. Ihre Vorbilder sind Größen wie Bob Dylan oder Bon Iver, aber auch Techno führt Luca sich gerne mal zu Gemüte. Ihren Musikstil bezeichneten Giant Rooks zu Anfang als “Art-Pop“, doch mittlerweile lösen sie sich davon:

Wir denken nicht, dass man Musik mit einem Begriff beschreiben kann und wir wollen das auch nicht. Die dianschen müssen für sich entscheiden, wie sie uns bezeichnen.

Die Band hat bereits Künstler wie RAZZ, Temper Trap oder Kraftklub supported. Dadurch konnten die Jungmusiker einiges an Souveränität sowie Bühnenerfahrung sammeln und sich von den unterschiedlichen Künstlern inspirieren lassen.

Wenn sich bei Kraftklub da eine Vorband hinstellt, die genauso klingt wie Kraftklub, dann ist das öde. Das will weder Kraftklub, noch das Publikum. Bei Kraftklub haben wir uns auch gefragt, wie die zwei unterschiedlichen Musikrichtungen von ihnen mit unserer vereinbar sind. Es hat aber total gut funktioniert.

Manchmal ist dafür eine glückliche Verkettung von Zufällen notwendig. So saß Kraftklub im Publikum während Giant Rooks als Support von RAZZ auftraten. Dadurch bekamen die Jungs die Möglichkeit, als Supporting Act für Kraftklub zu spielen. Dass es in Zukunft so weitergehen kann, steht für Giant Rocks bereits fest:

Wir möchten uns weiterentwickeln und nicht stehenbleiben.


Mit tatkräftiger Unterstützung des Teams Backstage/Lauschig

Diese Episode wurde veröffentlicht unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland (CC BY 3.0 DE).


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