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Die Orsons: „Wir sind eigentlich Hannoveraner!“

Backstage

Ehrlich, hautnah und noch ein bisschen verschwitzt – so mögen wir unsere Interviewpartner am liebsten. Backstage ist die Sendung für diejenigen, die nie genug von exklusiven Infos aus erster Hand und wilden Geschichten rund um Tourleben, Musikproduktion und Künstlerdasein bekommen können. Wir bitten Künstler aller Couleur zum Gespräch in die Backstage-Räume der Hannoverschen Clubs.

[012] Die Orsons: „Wir sind eigentlich Hannoveraner!“

v.l.n.r.: Kevin Spilker, Maeckes, KAAS, Bartek, Tua, Kathrin Zenke

Es ist Freitag, 17 Uhr – noch gute 3 Stunden bis das Konzert der Orsons in der Faust beginnt. Die vier Stuttgarter Bartek, KAAS, Tua und Maeckes treten seit 2008 als Rapband Die Orsons auf. Nach einer gut dreijährigen Pause haben sie im März ihr viertes Album „What’s goes“ veröffentlicht. Und nun sind sie einen guten Monat später auf Tour quer durch Deutschland.

Wir treffen zwei der vier Bandmitglieder vor dem Eingang der 60er-Jahre-Halle. Bartek und Tua nehmen uns mit zum Bus, die anderen beiden sind noch bei der Probe. Im Tourbus ist es laut Aussage wesentlich ruhiger als in der Halle und so machen wir es uns bequem, packen die Mikrofone aus und drücken eins davon Tua in die Hand:


Tua: Check, check. Das ist aber viel zu laut. Ich pegel den mal runter. Lauter machen kann man immer, leiser nicht. Hey, hey, hey. Ok. Fuck. Shit. Ass. Shit. Auf meinem Roller eine nackte Kardashian. Azurblauer Himmel…

Bartek: Märchen…

Tua: Leider die falsche. Es ist…

Bartek: Angela Merkel.

Tua: Richtig! Was geht ab?

Wunderbar. Wir freuen uns erstmal, dass ihr die Zeit gefunden habt in eurem strikten Tourplan. Mich würde interessieren, wer von euch innerhalb des letzten Jahres am meisten „What’s goes“ gesagt hat.

Tua: Bartek.

Bartek: Ich glaube auch. Eine Mischung aus „What’s goes“ und „What’s goesn ab in hiersn?“. Schon ziemlich oft.

Ihr habt bei einem Interview vorm Release gesagt, dass euer Album durch die Decke geht. Aber wohl eher beim Nachbarn von unten. Habt ihr mit Platz zwei der Albumcharts gerechnet?

Tua: Also mit Platz zwei von unten in den Top 100 hatten wir schon gerechnet. Davon sind wir ausgegangen. Nein, es war so, dass wir insgeheim schon die Hoffnung hatten, dass es wieder wächst und dass es besser wird als die letzte Chartplatzierung. Und dass mehr Leute kommen und das ganze Projekt nach vorne geht. Aber es war dann trotzdem…

Bartek: Aufregend, spannend.

Tua: Genau. Es war geil, als es dann spruchreif war: „Ok, es ist Platz 2 geworden.“ Vor uns war nur Mark Knopfler, der Sack. Das sind die Dire Straits. Damit kann man sich schlecht anlegen. Wenn der nicht da gewesen wäre, dann hätten wir alle übertrumpft. Das war schon ein gutes Gefühl.

Wie könnt ihr euch dann noch Deutschraps Vorzimmer nennen?

Tua: Jetzt leider nicht mehr.

Bartek: Weißt du, man hat es schon aufgenommen, da kann man es nicht mehr rückgängig machen.

Tua: Und ganz ehrlich, wir sind trotzdem Deutschlands Vorzimmer. Deutschraps Vorzimmer sind wir immer. So simmer.

Maeckes: „Ich konnte bis zu einem bestimmten Zeitpunkt kaum lustige oder fröhliche Songs schreiben. Über diese komischen Gitarrenkonzerte habe ich den Humor für mich entdeckt. Und dann sind’s traurige, ernste Lieder, die auf einmal komisch werden.“

Ihr seid ja als Die Orsons vor allem dafür bekannt, schräge beziehungsweise humoristische Lieder zu machen. Zumindest das, was als Singleauskopplung draußen ist: „Schwung in die Kiste“, „What’s goes“, am Rande auch „Horst und Monika“. Aber auf eurer aktuellen Platte habt ihr auch jede Menge ernste Songs. Was ist leichter zu machen? Lustig oder ernst?

Bartek: Das ist phasenabhängig oder tagesformabhängig. Manchmal schwebt so eine Wolke über einem und es fällt dir ganz leicht, so einen traurigen Song zu schreiben, weil du es irgendwie in dir hast. Und damit kann man das dann verarbeiten. Und manchmal hat man einfach nur Bock, dumme Sachen zu sagen. Einfach nur geilen, dummen Scheiß, auf den man selber Bock hat. Und das fällt einem dann auch leicht, wenn man in der Form ist.

Tua: Kann ich so unterschreiben. Ich glaube, um das noch anzufügen, das ist auch eine Frage der Konstellation in der Band. Also jedem einzelnen für sich fällt es leichter…

Bartek: Mach‘ kurz Abbruch.

(In diesem Augenblick öffneten sich die Bustür und KAAS und Maeckes betreten den Bus.)

Tua: Kurzer Abbruch. Oh fuck, KAAS ist da. Grüße raus an Hannover, KAAS ist jetzt da. Fuck. Also ich glaube, um auf deine Frage zurückzukommen, es ist eine Frage der Konstellation. Wenn wir einzeln Musik machen, was ja auch ein Teil der Band ist, dass jeder so für sich werkelt, dann kommen eher nachdenkliche und deepere Songs raus. Und wenn wir zu viert in einem Raum sind mit einer Flasche Wodka und einer Tonne Weed, dann kommt durchaus…

Bartek: Geile Songs.

Tua: Geilheit.

Kaas: Stimmungsabhängig, total.

Maeckes: Ich konnte bis zu einem bestimmten Zeitpunkt kaum lustige oder fröhliche Songs schreiben. Über diese komischen Gitarrenkonzerte habe ich den Humor für mich entdeckt. Und dann sind’s traurige, ernste Lieder, die auf einmal komisch werden. Aber sonst konnte ich das noch nie so richtig gut.

Als ich vor ein paar Jahren angefangen habe, Die Orsons zu hören ohne ein Bild von euch im Kopf, ist es mir total schwer gefallen, euch auseinanderzuhalten. Passiert euch das heute auch, dass ihr erkannt aber verwechselt werdet?

Bartek: Das ist seit Längerem nicht mehr passiert. Aber ich müsste wohl nochmal in Kaufland oder Rewe gehen, um das nachzuprüfen. Aber letztes Jahr war es auf jeden Fall ganz oft so, dass Leute mich so angucken im Supermarkt: „Ey, der ist es.“ Und ich denke schon so: „Die wollen bestimmt gleich ein Foto.“ Und dann kommen die hier hin und sagen: „Hey, Maeckes, kann ich ein Foto haben?“ Und dann sage ich so: „Hey sorry, aber Maeckes ist leider nicht da.“ Dann gehe ich einfach weg aus dem Supermarkt und fahre in einen anderen. Nehme die Leute aber mit, weil wir hoffen, Maeckes da zu finden.

Ihr habt jetzt neulich ein Mashup bei Facebook veröffentlicht, wo ihr „Schwung in die Kiste“ und „Unperfekt“ vom letzten Album…

(In dem Augenblick fahren am Bus zwei ältere Herren mit grauen Bärten, Motoradwesten und Sonnenbrillen auf Fahrrädern vorbei, die ein wenig aussehen wie Harley Davidsons. Alle sind abgelenkt und schauen den Typen hinterher.)

Tua: Bitte schaut euch die Typen an. Entschuldige.

Bartek: Ja, „Schwungperfekt“ meinst du.

Genau, „Schwungperfekt“. Wenn ihr euch jetzt entscheiden müsstet, welche zwei Lieder eurer letzten Alben würdet ihr nochmal als Mashup raushauen?

Maeckes: Vom letzten Album?

Insgesamt. Vom aktuellen und den letzten Alben, wenn ihr da zwei zusammenwürfeln dürftet.

Tua: „Horst und Monika Apfel Z“.

Bartek: Oh ja!

Maeckes: Sehr gerne!

Tua: „Horst und Monika Apfel Z“ wäre toll. Genau.

Als ich das Album gehört habe, war auf einmal die Jumpstyle-Nummer am Ende: „Das Öl“. Die fällt ja total aus dem Rahmen, aber ihr habt es auch angekündigt, dass ihr da Bock drauf habt. Wenn ihr euch jetzt nicht für Jumpstyle entschieden hättet, welches andere Musikgenre wäre es geworden?

Bartek: Ich glaube Country. Tua ist ein ganz großer Countryfan geworden in der letzten Produktionsphase. Wenn er mal fünf Minuten für sich hatte, hat er immer so Banjo-Klänge mit Südstaatentexten gelauscht, bei denen es um Analsex mit Käfern geht. Ich glaube, Country wäre es geworden.

Tua: Ja, doch, doch!

(Der Merchandiser betritt den Tourbus.)

Bartek: Winzigkeit kennt keine Grenzen übrigens. Ein kurzer Zwischenruf an Winzigkeit unseren Mercher. Unser Merchandise-Verkäufer heißt Winzigkeit und ist perfekt.

Tua: Es ist auch der Wink mit dem Zaunpfahl. Der Vince mit dem Zaunpfahl.

Bartek: Und nochmal Witz mit Vince.

Ich hatte das ja eben mit dem Facebookvideo angesprochen. Ihr wart in den letzten Monaten ja sehr aktiv was die sozialen Netzwerke angeht. Vor allem habt ihr ja den Fans angeboten, euch bei WhatsApp zu folgen. Ihr habt ihnen geschrieben. Und zum anderen gab es das Twitterkonzert, das „Ozert“. War das von langer Hand geplant oder kam das eher spontan?

Bartek: Das mit WhatsApp war ein bisschen eine Wiederaufnahme von dem „oPhone“. Wir haben bei unserem zweiten Album 2010 oder 2009 das „oPhone“ gestartet. Das heißt, wir hatten ein Handy, haben die Nummer rausgegeben und alle Fans konnten uns während der Produktion des Albums einfach anrufen. Egal wann. Einer von den Orsons geht ran und erzählt, was wir gerade machen. Da hatten wir ein Lied mit einem Video dazu: „Souljah Boy“ hatten wir gerade so fertig gemacht. Und dann hat ein Fan angerufen und wir haben gesagt: „Hey, hör dir das kurz an!“ Wir haben das Handy hingelegt und zum allerersten Mal hat er es als Weltpremiere gehört. Solche Sachen haben wir gemacht. Und dieses WhatsApp-Ding ist eine Wiederaufnahme von dem „oPhone“. Das war schon ziemlich witzig. Und zum Twitterkonzert sagt dieser Mann was:

Maeckes: Auch beim Twitterkonzert haben wir die Idee schon länger gehabt und dann ist es uns wieder eingefallen. Es war so die Überlegung, was wir noch so machen können als Drumherum. Und dann haben wir gesagt: „Hey, das Twitterkonzert war doch ne lustige Idee. Warum machen wir das jetzt nicht mal wirklich?“ Und dann haben wir das so angeleiert. Ich habe mich umgehört und ein kleines Script geschrieben und habe das noch mit Tua und anderen ausgebaut. Danach ging es eigentlich Ratzfatz. Wir haben es in etwa zwei Wochen hochgezogen. Aber die Idee war schon zwei Jahre alt.

Also werden wir womöglich in der nächsten Zeit öfter von Künstlern hören, die Twitterkonzerte veranstalten – was ist eure Meinung dazu?

Maeckes: Ich glaube, Twitterkonzerte sind durch. Es gab eins, das haben wir gemacht, und jetzt ist auch gut.

Bartek: Wir langweilen uns ja schnell. Das war jetzt geil und jetzt näschte. Auf to the next one. „Off to the next one“, sagt auch ein bekannter Rapper. Der sagt: „On to the next one“.

Tua: „Wieso zahlt ihr 30 Euro Eintritt, geht auf ein Konzert, packt euer verficktes Handy aus und filmt es? Ihr werdet es nie in eurem ganzen Leben anschauen, weil es klingt wie ein Haufen Scheiße.“

Euch sagen vielleicht die Apps Meerkat oder Persicope was, diese Livestreaming-Apps.

Tua: Nein.

Bartek: Was ist des?

Das sind Livestreaming-Apps mit denen du deinen Twitterfollowern einfach mitteilen kannst, dass du gerade etwas per Video streamst. Wie würdet ihr das finden, wenn Leute jetzt eure Konzerte komplett mitstreamen?

Bartek: Kopfschuss. Ähm. Ich würd’s feiern.

Tua: Also ich muss jetzt mal ein bisschen poltern, Alter. Wir haben ja gestern in Berlin gespielt und ich bin ja für eine radikale Abnahme aller Mobiltelefone vor Konzerten. Weil: Seid ihr eigentlich komplett gehirnamputiert? Jetzt mal eine ernsthafte Frage an alle Menschen: Seid ihr komplett behindert, Alter? Wieso zahlt ihr 30 Euro Eintritt, geht auf ein Konzert, packt euer verficktes Handy aus und filmt es? Ihr werdet es nie in eurem ganzen Leben anschauen, weil es klingt wie ein Haufen Scheiße. Es ist viel zu laut, es wackelt, es ist laut und man erkennt nichts. Es ist Stroboskop, hell und dunkel drumherum und die Leute verbringen ihre 30, 40 Euro teure Zeit anderthalb Stunden lang damit, mit einem Handy irgendetwas wackelig zu filmen, was komplett übersteuert. Und deswegen verpassen sie das Konzert. Und sie können die Aufnahme nicht verwenden. Erklär‘ mir des.

Bartek: Das ist eine Lose-Lose-Situation. Ich liebe es. Macht weiter.

Tua: Guck mal, ganz ehrlich. Die Leute sollen dann einfach zu mir kommen und mir die 30 Euro geben. Was macht man denn mit diesen Aufnahmen? Stellt man die auf YouTube, um zwei Klicks zu kriegen? Was passiert denn da? Was ist denn los mit Leuten? Die sollen aufhören damit. Grüße raus nach Hannover, hört auf damit!

Kaas: Ist das deren Earnie?

Tua: Ist das deren Earnie? Verdammte Scheiße!

Du wärst der optimale Social Media Manager. Könnt ihr euch vorstellen bis ins hohe Alter noch Musik zu machen oder sattelt ihr irgendwann um?

Tua: Ich habe mir vorgenommen, ab 30 nur noch mit Mobiltelefonen auf Konzerten zu filmen.

Maeckes: Ist ein gutes Startup.

Tua: Ich habe gedacht, das wäre vielleicht ein geiles Geschäftsmodell. Ich glaube, dafür gibt es einen Markt.

Bartek: Ich mache noch genau fünf Jahre.

Tua: Also generell Leben.

Bartek: Wow, dat hurts my soul.

Tua: Ah, it’s a good.

(KAAS fällt auf, dass an den Ärmeln von Barteks Pullover ein kleines Loch ist.)

KAAS: Da ist ein Daumenloch in deinem Pullover.

Tua: Das ist einfach ’ne Fotze.

KAAS: Wieso hast du deinen Daumen da nicht drin?

Tua: Wieso hast du deinen Daumen nicht in deinem Loch?

Bartek: Weil ich des hochgekrempelt habe und dann tut es ziemlich weh, wenn der Daumen hier oben ist.

Tua: Ok. Was geht sonst noch so an Fragen?

Kaas: Oh, Alter, da ist ein Rabe.

Bartek: Oh Gott. ADS-KAAS: KADS.

Tua: Ich bin nicht so leicht abzulenken… Ein rotes Auto!

Ihr hattet die Tour ja eigentlich schon für Dezember 2014 angesetzt.

Maeckes: Es war zu kalt.

Zu kalt? War das der einzige Grund?

Bartek: Ja, wir haben bei wetter.de geguckt, wie bei der Route, die geplant war, die Wetterverhältnisse werden. Und da gab es nur zwei Tage Sonne.

Maeckes: Da stand Dezember.

Bartek: Da stand Dezember und nur zwei Tage Sonne in dem ganzen Monat. Da haben wir gesagt: „Alter, wollt ihr uns verarschen? Wer seid ihr denn?“

Tua: Ist das euer Earnie?

Bartek: Ist das euer Earnie? Und dann haben wir gesagt: „Ne ne, lass mal schön April machen. Und dann ist perfekt.“

Es ist ja auch wunderbares Wetter. Hoffen wir mal, dass das so bleibt. Was ich interessant fand: Stuttgart war für euch ja relativ schnell ausverkauft. Das ist ja euer Heimatgebiet. Hannover war dann als zweites ausverkauft. Könnt ihr euch das irgendwie erklären, dass die Leute aus Hannover unbedingt zu euch wollen?

Maeckes: In die Location passen nur 40 Leute rein.

Bartek: Ne, Hannover war schon immer gut. Da gab es mal ein Festival in so einem Freibad. Das One Love Festival. Und da haben uns die Leute eigentlich sehr gemocht und kamen auch wirklich über Jahre hinweg wieder. Hannover ist geil.

Tua: Man muss auch sagen, dass wir immer in Hannover gespielt haben – bei jeder Tour. Es gab hier so viele Konzerte, Festivals, Rap Up Comedy. Wir leben quasi hier.

Bartek: Wir sind eigentlich Hannoveraner. Deshalb auch sehr gerne ausverkauft.

Was passiert nach der Tour? Geht es direkt an die Soloprojekte oder macht ihr erst mal Pause?

Bartek: Kurze Pause. Ein paar Tage nur mit der Freundin verbringen.

Tua: Mit der Freundin auf ein Konzert gehen, ein bisschen filmen. Das habe ich vor.

Bartek: Und dann ziemlich bald Urlaub machen. Ich brauche Strand. Nach einer Tour brauche ich dann Meer.

KAAS: Ich will nach Griechenland, Alter.

Tua: Mit Nico? Nico, unserem Busfahrer.

KAAS: Ja. Nur so Musik, nachts am Strand.

(Tua singt auf Griechisch.)

Tua: Keine Ahnung. Fantasiegriechisch. Aber geil!

Bartek: Bestes Griechisch. Das beste Griechisch ist Fantasiegriechisch.

(Maeckes singt auch auf Fantasie-Griechisch.)

Bartek: Wir sollten auch Fantasiegeld einführen.

Tua: Ach, das habe ich schon längst eingeführt. Frag meinen Steuerberater.

KAAS: „Ich lasse mir noch irgendwas einfallen, damit wir noch ein Orsons-Album machen. Letztes Mal habe ich mir in die Hosen gepisst.“

Meine letzte Frage: Man hat in den Interviews jetzt ganz oft gehört…

Tua: Wie behindert wir sind.

Das hast du jetzt gesagt! Dass es höchstwahrscheinlich das finale Orsons-Album ist. Also Kaas, das dreißigjährige Orsons-Jubiläum, das du im Song „Jetzt“ versprochen hast, wird es nicht geben?

KAAS: Naja, das dreißigjährige Orsons

Bartek: Oh Gott, Alter.

Tua: Wievieltes Bier? Na?

KAAS: Das Zweite. Aber ich bin immer noch steil von gestern.

Bartek: Wow!

KAAS: Ja, wir machen jetzt erstmal alle Soloalben und dann schauen wir nochmal.

Tua: Das letzte Wort ist hier noch nicht gebrochen.

KAAS: Ich lasse mir noch irgendwas einfallen, damit wir noch ein Orsons-Album machen. Letztes Mal habe ich mir in die Hosen gepisst.

Maeckes: Alter, was jetzt kommen muss, damit wir… Überleg mal, was KAAS schon alles gemacht hat, damit wir ein Orsons-Album aufnehmen.

KAAS: Soll ich den Finger abhacken? Der nervt mich eh, weil der so krumm ist.

Tua: Bitte lass deine großen Zehen amputieren.

Bartek: Alter, wenn er die großen Zehen amputiert…

Tua: Kannst du deine großen Zehen amputieren und an deren Stelle deine kleinen Finger dranmachen?

Bartek: Das wäre geil.

Tua: Dann mache ich zwei Orsons-Alben!

Bartek: Ich sage, wenn er sich in die Hose kackt. Letztes Mal hat er sich wirklich in die Hose gepisst vor uns. Weil er so gerne ein Orsons-Album haben wollte. Und wir haben zugeguckt und das gesehen. Plötzlich verfärbt sich die Jeans und wir so: „Ja, Album wird gemacht!“

Tua: 2012 waren wir mal in Berlin-Mitte am Rosenthaler Platz an einer der hoch frequentiertesten Touri-U-Bahn-Stationen von ganz Berlin. Ich glaube, da laufen so 150.000 Leute am Tag lang. Und da waren wir ein bisschen steil und KAAS hat ein 10-Meter U-Bahn-Geländer rennend mit seiner Zunge abgeleckt. Oben angekommen hat er geschrien: „Ich bin unsterblich.“

Bartek: Mit zeitgleich allen Ausschlägen der Welt auf seinem Gesicht.

Tua: Genau. Und dann haben wir „Horst und Monika“ gemacht.

KAAS: Ich bin immer noch hier.

Tua: Leider.

So entstehen also solche Tracks.

Bartek: Ja!

Dann vielen Dank für eure Zeit. Und auf ein gutes Konzert heute Abend.

Bartek: Geilheit! Geilheit! Konfetti!

(Tua singt Fantasiegriechisch.)

Bartek: Alle Menschen sind durch Geilheit geboren. Alle Menschen sind durch Geilheit zur Welt gekommen.


Cover: Dad Rocks! von nuncafe (CC BY-NC 2.0)

Diese Episode wurde veröffentlicht unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland (CC BY 3.0 DE).


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