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My Story Goes A Long Way Back

Jazz Kicks

„Jazz is not dead, it just smells funny“, beschrieb Frank Zappa einen spießigen Jazz-Mief, den Niels nun mit wahlweise Tee, Rotwein oder Bourbon abzuspülen versucht. Von Davis bis Jarrett, mal lässig, mal anspruchsvoll, zwischen Füße hochlegen und Augenbraue hochziehen; Die Jazz Kicks zeigen, dass Jazz nicht nur etwas für Schöngeister, sondern auch für den studentischen Wochenendausklang ist.

[001] My Story Goes A Long Way Back

„Lass mal noch ein paar Standards üben“, sagt vielleicht Mario Götze zu Arjen Robben nach dem Freitagvormittag-Training an der Säbener Straße. Sagt vielleicht auch Mutti am Abend vor Sohnemanns Abi-Ball zu ihrem Gatten, der gerade das Feierabendbier auf seinem Bauch abstellt.
Doch wenn ein Jazz-Musiker verkündet, er habe unheimlich Bock auf Standards, dann geht es weder um Freistöße noch um Foxtrott. Es geht um das musikalische Fundament des Jazz: Stücke wie „Summertime“, „Autumn Leaves“ oder „Ain’t Misbehavin‘“ werden von Generationen von Jazz-Musikern gespielt, aufgenommen, neu interpretiert – und deshalb als sogenannte Jazz-Standards bezeichnet.

Um zu verstehen, warum sich diese Songs weit größerer Beliebtheit erfreuen als Arjen Robbens dreiundachtzigster Eckstoß am Freitagvormittag oder dieser verdammte Wiener Walzer nach Vaters Feierabend, muss man viele Jahrzehnte in die Vergangenheit zurückblicken, zu den tiefsten Wurzeln des Jazz. Damals, in den 20ern und 30ern, entstanden die ersten dieser Standards. Seitdem sind sie Bestandteil jeder dritten LP, jedes zweiten Konzerts und unweigerlich jeder Jam-Session. Und natürlich auch in dieser Erstausgabe der Jazz Kicks, dem brandneuen Jazz-Format von Ernst.FM.

Playlist zur Sendung

Die Playlist enthält nur die gespielten Songs, die auch bei Spotify verfügbar sind.

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