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Friday Night Jamboree: mit Marco Resmann, The Golden Filter, Ricardo Tobar u.v.m.

FNJ Sendungen

Friday Night Jamborees Herzstück ist die einstündige Musiksendung, welche im zweiwöchentlichen Rhythmus jeweils am Freitagabend um 20 Uhr gestreamt wird. Ausführliche Plattenbesprechungen und Zusatzinformationen zu den Veröffentlichungen sind in den Sendungsbeiträgen abrufbar.

[024] Friday Night Jamboree: mit Marco Resmann, The Golden Filter, Ricardo Tobar u.v.m.

Die 24. Friday Night Jamboree Episode hat mit Marco Resmann, The Golden Filter und Ricardo Tobar einige absolute Hochkaräter im Programm. Hinzu kommen das Ambient-Stück ‘Continental Drift’ von Pye Corner Audio, ‘Chain Store’ im Manfredas Remix für Dreems auf Multi Culti sowie ‘Monday Give Me Monday’ von Art Feynman und kompletieren mit drei weiteren Songs das dieswöchentliche elektronische Potpourri.


Um die Stücke aus der Sendung erneut hören zu können, wurde am Ende des Beitrags eine Spotify-Playlist mit den dort vorhandenen Songs eingebettet, welche nach der Ausstrahlung erscheint. Die restlichen Stücke können über die Links in den Reviews abgerufen werden. Am Ende des Beitrags findet ihr zusätzliche Links über uns, die Friday Night Jamboree SoundCloud-Seite sowie die Friday Night Jamboree Facebook-Seite!


Pye Corner AudioWhere Things Are Hollow (Lapsus)

Im Jahr 2017 hat Pye Corner Audio bereits auf Labels wie Mondo Tees, Analogial Force und weiteren veröffentlicht. Am Ende des produktiven Jahres entwirft er nun seinen analogen Sound bei Lapsus aus Barcelona. Where Things Are Hollow geht die Sache etwas ungewohnter an, denn es finden sich mit ‘Continental Drift’ und ‘Mainframe’ ebenfalls zwei beatlose Stücke auf der EP. Die Stücke ‘Resist’ sowie ‘Northern Safety Route’ sind hingegen geprägt von rollenden Arpeggios, optimierten Acid-Elementen und einer gewissen Prise Dancefloor-Romantik. Eine gelungene EP mit einem noch gelungeneren Artwork.

Veröffentlichung: 15. Dezember 2017

Format: 12“ und digital



 

Uncanny Valley – Chain Store (Snap, Crackle & Pop)

Die Künstler Uncanny Valley sollten nicht mit dem gleichnamigen Dresdener House-Label verwechselt werden. Mit Qualität können jedoch beide überzeugen. Ihre Debüt-Single ist ein Potpourri verschiedener Stile und Genres und stellt die vierte Veröffentlichung des Londoner Labels. Das Titelstück ‘Chain Store’ folgt einem langsamen und punkigen DIY-Stil mit dunklen, orchestralen Vocals. Die beiden weiteren Originale ‘Nowhere To Nowhere’ und ‘Popcorn’ gehen in eine ähnliche Richtung, jedoch sind sie schneller und verfügen über mehr Druck. Der Manfredas Remix ist der stille Gewinner und beinhaltet kalte Wave-Elemente und eignet sich ideal, um bereits früh am Abend für etwas Furore zu sorgen.

Veröffentlichung: 18. Dezember 2017

Format: 12“ und digital



 

Marco ResmannBabylon Side (Watergate)

Der Upon.You Labelkopf, House-Veteran und Watergate-Resident Marco Resmann verbündet sich mit Deep Aztec und der Sängerin Black Soda um auf dem Berliner Watergate-Label die außergewöhnliche Babylon Side EP zu veröffentlichen. Untermauert mit einer pulsierenden Bassline gleitet das Titelstück trotz minimalistisch gehaltener Produktion beinahe schwerelos umher. Black Sodas typische Vocals im Afrikanischen Stil tragen ihr übriges dazu bei und lassen das Stück in einem mondbeschienen Licht erstrahlen. ‘Abadala’ verfolgt eine ähnliche Ästhetik, in der Deep Aztecs hochgepitchte Töne mit Resmanns Tribal-Ansatz vermischt werden. Zusätzlich enthält die EP ebenfalls zwei erwähnenswerte Remixe von Oliver Huntemann sowie die deutlich punchigere Version des Titelstücks von Resmann persönlich.

Veröffentlichung: 25. Dezember 2017

Format: 12“ und digital



 

Sutja Gutierrez/Curses/Justine REPVII (Relish)

Die siebte EP von Relish enthält drei Stücke von den drei Künstlern Sutja Gutierrez, Curses geremixt von Younger Than Me sowie Justine. Der erstgenannte Spanische Künstler hat bereits bei Lumière Noir oder Bordel veröffentlicht und bietet eine Radiosendung bei Dublab an. Sein leicht hyperaktiver und eklektischer Sound bringt experimentelles Lo-Fi und Samples aus mehreren Epochen zusammen. ‘Her Violence Beauty’ wurde von Mailands Newcomer-Duo Younger Than Me neu interpretiert, in einen discoiden New-Wave-Ansatz mit distorteten Gitarrenriffs eingebettet und für die Tanzfläche neu aufpoliert. Als letztes folgt ein Cover von Siouxsie and the Banshees der Französischen Produzentin Justine, welche das Original mit französischem Akzent in ihren eigenen Kosmos überträgt.

Veröffentlichung: 08. Dezember 2017

Format: digital


The Golden Filter Dub Of Times (Optimo)

Das Glasgower Label Optimo hat Anfang Dezember den nächsten hochklassigen Release in den Startlöchern. Als Fortsetzung der erfolgreichen November-Veröffentlichung End Of Times vollführt Dub Of Times die bereits aus dem Titel offensichtlich werdende Rolle vorwärts, jedoch überzeugt die EP in vollem Umfang. Die neuen Dub-Versionen der Originale brechen in härtere Gefilde auf, wobei der ‘Golden Dub’ deutlich langsamer und intelligenter daherkommt. Der ‘Silver Dub’ ist etwas martialischer und treibender für die Tanzfläche, die ‘Drone-Apella-Version’ ist auf die Essenz heruntergebrochen und nichts für schwache Nerven. Ein weiterer Sureshot aus Glasgow!

Veröffentlichung: 08. Dezember 2017

Format: 12“ und digital

 



 

DreemsRose Bay (Multi Culti)

Der Australische Indie-House Produzent Dreems ist zurück beim Montrealer Boho-Label Multi Culti. Der Titel ist eine Hommage an einen innerstädtischen Vorort in Sydney mit einem tollen Blick über die ikonische Hafengegend. Nachdem er sich mit Thomas Von Party in Montréal zum gemeinsamen Label zusammengetan hat, ist er ebenfalls dorthin gezogen und musste den Rose Bay wohl oder übel zurücklassen. Musikalisch ist er nun trotzdem zurückgekehrt. Es fällt schwer einen Favouriten herauszustellen, hervorgehoben werden sollte aber der Mann der Stunde Nicola Cruz, der das Tempo von ‘Milk Beach’ anhebt und einen hypnotisch modernen Balearic-Ansatz verfolgt.

Veröffentlichung: 11. Dezember 2017

Format: 12“ und digital



 

De Cave Man & TonicVolts Mabudede Remixes (MoBlack)

MoBlack ist zweifelsohne eines der derzeit angesagtesten Afro-House-Labels des Planeten. Manchmal möchte man die Masse der Veröffentlichung etwas bremsen und sagen: „Hey, macht mal etwas langsamer, man kommt gar nicht mehr mit!“ Allerdings existiert kein Informationsüberfluss, sondern nur ein Versagen der eigenen Filtermechanismen. Einmal durch den Dschungel an Neuveröffentlichungen gekämpft, wird schnell ersichtlich, dass Toshi an den Vocals stets ein Sureshot ist. Besonders der Kususa Remix hat es in sich und erschafft eine prickelnde Atmosphäre mit wabernden Bässen, herausgestellten Vocals und ordentlich Zug nach vorne. Behaltet Traxsource für weitere Vorabpromos im Auge!

Veröffentlichung: 22. Dezember 2017

Format: digital



 

Ricardo Tobar Liturgia (ESP Institute)

Der in Chile geborene Künstler Ricardo Tobar veröffentlicht die Liturgia EP beim exzentrischen Label ESP Institute. Seinem Lateinamerikanischen Instinkt folgend arrangiert er die Drums und Percussion-Elemente beinahe mühelos zu einem, am Körper orientierten Groove. Parallel kreiert Tobar unwiderstehliche Melodien, die besonders im Breakdown von ‘La Dormida’ hervorragend inszeniert sind und sich im Verlauf des Stücks pulsierend in der Unendlichkeit verlieren. Als wäre dies nicht genug, stehen das Titelstück, der psychedelische Leftfield-House-Sog ‘The Lake’ sowie das leicht verstörende ‘Star Alliance’ dem ersten Titel in nichts nach und komplettieren die herausragende EP.

Veröffentlichung: 15. Dezember 2017

Format: 12” und digital


Art FeynmanNear Negative (Western Vinyl)

Art Feynman ist ein weiteres Projekt von Luke Temple, der bereits als Teil der New Yorker Band Here We Go Magic sowie unter seinem bürgerlichen Namen auf sich aufmerksam machen konnte. Unter seinem Art Feynman Alias hat er im vergangenen Sommer sein Debütalbum Blast Off Through The Wicker veröffentlicht und legt nun die Near Negative EP nach, ein von Krautrock sowie Dub geprägtes und auf Kassette aufgenommenes analoges Konglomerat, bestehend aus sechs Stücken. Besonders sticht ‘Monday Give Me Monday’ heraus, welches seine Stimme besonders zart in den Vordergrund rückt und trotz leicht ironischem Titel eine Brücke zu einem lauen Wochenende schlägt.

Veröffentlichung: 15. Dezember 2017

Format: digital


Die Facebook-Seite bündelt alle Informationen:
http://www.facebook.com/fridaynightjamboree

Auf der SoundCloud-Seite existiert zusätzliches Material:
http://soundcloud.com/fridaynightjamboree

Die SoundCloud-Profile:
Lynden: http://soundcloud.com/lyndenlynden
Henry Schwarz: http://soundcloud.com/henryschwarz
Janus: http://soundcloud.com/jannisdamitz


Kuration: Tim Schulze und Henry Schwarz
Moderation: Tim Schulze
Produktion: Henry Schwarz
Text: Tim Schulze

Playlist zur Sendung

Die Playlist enthält nur die gespielten Songs, die auch bei Spotify verfügbar sind.

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