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Friday Night Jamboree: mit Keinemusik, Yotam Avni, Perel u.v.m.

FNJ Sendungen

Friday Night Jamborees Herzstück ist die einstündige Musiksendung, welche im zweiwöchentlichen Rhythmus jeweils am Freitagabend um 20 Uhr gestreamt wird. Ausführliche Plattenbesprechungen und Zusatzinformationen zu den Veröffentlichungen sind in den Sendungsbeiträgen abrufbar.

[022] Friday Night Jamboree: mit Keinemusik, Yotam Avni, Perel u.v.m.

Die 22. Friday Night Jamboree Episode konzentriert sich ein wenig mehr in Richtung Club und Tanzfläche. Mit dabei sind unter anderem Jimi Jules Remix für WhoMadeWhos ‘Dynasty’, Mano Le Toughs fulminantes Stück ‘Your Heavy Head’ sowie die dritte Singleauskopplung von Gundelach ‘Games’ auf dem Weg zu seinem Debütalbum im nächsten Jahr.


Um die Stücke aus der Sendung erneut hören zu können, wurde am Ende des Beitrags eine Spotify-Playlist mit den dort vorhandenen Songs eingebettet, welche nach der Ausstrahlung erscheint. Die restlichen Stücke können über die Links in den Reviews abgerufen werden. Am Ende des Beitrags findet ihr zusätzliche Links über uns, die Friday Night Jamboree SoundCloud-Seite sowie die Friday Night Jamboree Facebook-Seite!


Mackrory & CollierElle Dit (The Remixes) (Music For Dreams)

Nachdem sich Music For Dreams-Labelboss Keneth Bager 2016 durch das Internet gegraben hat, ist er auf Mackroy & Colliers ‘Elle Dit’ gestoßen und veröffentlichte im selben Jahr ihr Debütalbum. Die Kollaboration vereint Mackroys tolle Produktion mit Colliers ehrliche und wunderschöne Stimme auf eine beeindruckende Art und Weise. Ein Jahr später erscheint nun eine Remix-EP, unter anderem mit einem herausragenden Chill-Out-Remix von Seahawks, der auf New Age und Latin-Elemente zurückgreift. Darüber hinaus enthält die EP eine neue Version von Cancri 55 é, in der Sara Hausenkamp an ihre Att Iamna Tellus LP anschließt und folkige Qualitäten mit einfließen lässt. Ideal geeignet für einen Sonnenuntergang am Strand, kein Wunder, dass Café Del Mar-Resident Phil Mison als Liebhaber gilt.

Veröffentlichung: 27. Oktober 2017

Format: digital


KeinemusikYou Are Safe (Keinemusik)

Rampa, Adam Port und &ME von der Keinemusik-Crew haben ihre Fähigkeiten gebündelt und zusammen das gemeinsame Albumprojekt You Are Safe realisiert. Betrachtet man zunächst ihren Output als Solokünstler, dann ist You Are Safe eine sehr heterogene und ungewöhnliche LP geworden. Die ersten beiden Stücke ‘You Are Safe’ und ‘Café Des Schicksals’ sind gefühlvolle und moodige Nummern mit angedeuteten Vocaleinsätzen und atmosphärischen Texturen, die ebenfalls als Filmmusik durchgehen könnten. ‘Guilt Trip’ und ‘Up & Down’ mit Chiara Noriko hingegen fühlen sich komplett anders an, die Offbeat-Rhythmen und soulige Vocalpassagen erinnern eher an Leftfield Pop. Gekrönt wird You Are Safe von den beiden Clubnummern ‘Muyè’ und ‘Civilist’, welche ebenfalls kaum unterschiedlicher sein könnten. Erster ist eine Late-Night-Hymne mit Pianoeinsatz sowie einem herzzerreißenden Breakdown, zweiter eine kompromisslose Tanzflächenbombe mit unterschwelligen Percussions und surrenden Synthesizereinsätzen. Ein durch und durch gelungenes Debüt mit vielen Details und einem Trio, das mehrere Genres in ihren Kosmos mit einbezieht.

Veröffentlichung: 24. November 2017

Format: 12″ und digital


VLa Nouvelle Epoque (Le Temps Perdu)

Die nächste Veröffentlichung auf Lemmy Cautions Le Temps Perdu-Label kommt vom mysteriösen Produzenten V. Das Titelstück wurde bereits 2016 auf Fort Romeaus Cin Cin veröffentlicht, erhält nun allerdings vier Remixe sowie eine von V persönlich angefertigte Neuinterpretation des Originals. Die 0300-Version ist eine unwiderstehliche Neon-Pop-Nummer, erinnert an frühe New Order-Stücke und ist genau die Art von Indie Dance, die häufiger den Weg in die Plattenläden finden sollte. Zusätzlich halten die drei Remixer, was ihre Namen versprechen. Tel Avivs Mann der Stunde Autarkic kreiert einen rauchig-kosmischen Trip, Emotional Especials Jamie Parton schafft den Spagat zwischen Italo sowie EBM Einflüssen und Karlsruhes Fred und Luna erschafft eine Version im ihm eigenen Stil, ohne das Original zu vernachlässigen. 1a und hoffentlich nicht zu schnell in Vergessenheit geraten.

Veröffentlichung: 24. November 2017

Format: 12″ und digital


Acid PauliBLD Remixes A (Ouïe)

Nachdem Acid Pauli bereits den offiziellen Soundtrack des Films Es war einmal Indianerland produziert und auf seinem und Nico Stojans Label Ouïe veröffentlicht hat, erscheinen nun Remixe zu seinem zweiten Album BLD. Das fatale Duo Red Axes aus Tel Aviv weiß dabei am meisten zu überzeugen, denn sie setzen ihre magischen Fähigkeiten, jedes Stück in eine rockige Tanzflächenwunderwaffe zu verwandeln nur sparsam ein und schlagen eine percussionlastigere Richtung ein. Bei ihrem extrem hohen Output sticht der ‘Ayam Remix’ heraus und setzt einen frischen Impuls. Nico Stojans Version ist ebenfalls erwähnenswert, die anderen beiden fallen allerdings ab und wirken etwas belanglos.

Veröffentlichung: 17. November 2017

Format: 12″ und digital


WhoMadeWhoDynasty (Remixes) (Embassy Of Music)

Das genreübergreifende Trio WhoMadeWho aus Kopenhagen ist nach einigen Jahren wieder auf der Bildfläche erschienen. Through The Walls ist ihr mittlerweile sechstes Studioalbum, ‘Dynasty’ die erste Singleauskopplung. Dynamisch im Sound beschreibt das Stück die negativen Aspekte stets präsenter Sexualität im Alltag und vor allem im Internet. Drei Lichtgestalten der Houseszene durften sich dem Original annehmen und haben dabei ganze Arbeit geleistet. Zürichs Jimi Jules zerstückelt Tomas Høffdings Stimme meisterlich und präsentiert einen deepen Track mit vereinzelten Pianoeinsätzen, einer orkanartigen Bassline sowie einem stakkato Breakdown, während Kopenhagens Denis Horvat mit einem Auge in Richtung Tanzfläche schielt. Er rückt die Vocals in den Vordergrund und baut seine peitschende Produktion mit maschinellen Percussions und drückenden Synthesizern drumherum. Roosevelts Ansatz ist deutlich näher am Original und dauert lediglich vier Minuten, gut für eine clubtauglichere Version im klassischen Radio geeignet.

Veröffentlichung: 17. November 2017

Format: digital


Yotam AvniMabruk EP (Innervisions)

Pünktlich zum Jahresende veröffentlicht das Berliner Schwergewichtslabel Innervisions seine wahrscheinlich stärkste EP aus dem Jahr 2017. Der Israeli Yotam Avni ist in den letzten Monaten ein vielbeschäftigter Mann gewesen, Releases bei Hotflush oder Watergate sind nur einige auf seiner Liste, die Mabruk EP nun das absolute Highlight. Analog zum Griechischen König Midas, der durch Berührung alles in Gold verwandeln konnte, ist Yotam Avnis ‘Midas Touch’ ähnlich aufsehenerregend und lässt die Luft auf der nächtliche Clubtanzfläche glitzern, geprägt durch psychedelische Acid Lines, Marokkanische Samples von Joachim Kühns ‘Chalaba’ und einem pulsierenden, in der Unendlichkeit verschwindenden, Bass. Die B-Seite ‘Jorniel’ schlägt in eine ähnliche Kerbe, ist jedoch zusätzlich mit einer exotischen Gitarrenmelodie und Avnis Signature-Synthesizerton versehen. Die Vinyl ist exklusiv bei Muting The Noise erhältlich.

Veröffentlichung: 24. November 2017

Format: 12″ und digital


PerelDie Dimension (DFA)

LCD Soundsystem-Boss James Murphy veröffentlicht auf seinem DFA Label Die Dimension der Berlinerin Perel. Annegret Fiedler begann bereits im zarten Alter von acht Jahren mit dem Komponieren eigener Songs, später sang sie in Indie und Synth-Pop-Bands. Diese Vergangenheit zeichnet sich deutlich ab und unterstützt die weichen Synthesizerklänge ihrer Produktion. In ihren DJ-Sets deckt sie eine große Bandbreite zwischen Disco, House und härterem Techno ab, welche unter anderem Tim Sweeney dazu veranlasste, Fiedler in seine New Yorker Radiosendung Beats In Space einzuladen. Die Vinylversion enthält darüber hinaus Remixe von Massimiliano Pagliara und Jayda G sowie das Stück ‘Pastarella Al Limoncello’ und ist auf 300 Stück limitiert. Im Dezember erscheint zusätzlich eine Dub Version.

Veröffentlichung: 14. November 2017

Format: 12″ und digital


Mano Le ToughAshure E.P. (Pampa)

Es ist mit großer Sicherheit zu sagen, dass Niall Mannions aka Mano Le Toughs erste EP bei DJ Kozes Pampa seine bis dato exzentrischste ist. Auf dem Titelstück ‘Ashure’ manipuliert er seine eigene Stimme und verpackt sie in einen ambientartigen Closingsong mit schweren Flächen und extravagenten Synthesizersounds. ‘Your Heavy Head’ und ‘Kitedub’ werden von blubbernden Tech-House-Percussions unterfüttert, jedoch ist keine von ihnen die typische Peaktime-Nummer, welche man im ersten Moment von Mannion erwarten würde. Vielmehr fühlen sie sich fragiler und weicher an. Erster beinhaltet erneut seine verzerrte Stimme, Windspiele und Glocken, zweiter ist deeper und schemenhafter in der Ausarbeitung. Nichtsdestotrotz können sie im richtigen Moment für gehöriges Aufsehen im Club sorgen und die Nacht zu einer magischen machen. „I woke up with feathers in my mouth“.

Veröffentlichung: 17. November 2017

Format: 12″ und digital


GundelachGames (U OK?)

Auf dem Weg zum Debütalbum des Norwegers Gundelach, welches im Frühjahr 2018 erscheinen wird, veröffentlicht er nun zusammen mit Ary die dritte Single ‘Games’. Wie in seinen vorherigen Stücken stechen der Juno-60 sowie der Prophet-6 ein weiteres mal heraus, jedoch ist die Produktion etwas konformer und leichter zugänglich als die des Vorgängers ‘Holy Water’ und schließt eher an die erste Singleauskopplung ‘Garden’ an. Auf gesanglicher Ebene unterstützen sich beide Stimmen ähnlich wie bei Oliver Sim und Romy Madley Croft von The xx, Ary singt die Strophen und Gundelach deckt den Großteil des Refrains ab. Mehr zu Gundelach gibt es in unserem Interview!

Veröffentlichung: 17. November 2017

Format: digital


Die Facebook-Seite bündelt alle Informationen:
http://www.facebook.com/fridaynightjamboree

Auf der SoundCloud-Seite existiert zusätzliches Material:
http://soundcloud.com/fridaynightjamboree

Die SoundCloud-Profile:
Lynden: http://soundcloud.com/lyndenlynden
Henry Schwarz: http://soundcloud.com/henryschwarz
Janus: http://soundcloud.com/jannisdamitz


Kuration: Tim Schulze und Henry Schwarz
Moderation: Tim Schulze
Produktion: Henry Schwarz
Text: Tim Schulze

Playlist zur Sendung

Die Playlist enthält nur die gespielten Songs, die auch bei Spotify verfügbar sind.

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