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Friday Night Jamboree: mit Beesmunt Soundsystem, Baba Stiltz, Joe Goddard u.v.m.

FNJ Sendungen

Friday Night Jamborees Herzstück ist die einstündige Musiksendung, welche im zweiwöchentlichen Rhythmus jeweils am Freitagabend um 20 Uhr gestreamt wird. Ausführliche Plattenbesprechungen und Zusatzinformationen zu den Veröffentlichungen sind in den Sendungsbeiträgen abrufbar.

[009] Friday Night Jamboree: mit Beesmunt Soundsystem, Baba Stiltz, Joe Goddard u.v.m.

In dieser Episode erwarten euch unter anderem handverlesene Stücke rund um Iona Fortune aus Glasgow mit ihrem orientalisch-cineastischen Album Tao Of I, Rampa aus Berlin mit seiner zeitgeistigen Debütveröffentlichung Hall Of Violence auf dem Berliner Schwergewichtslabel Innervisions sowie Nicola Cruzs trippiges Feuerwerk Espiritu erschienen auf Multi Culti.


Um die Stücke aus der Sendung erneut hören zu können, wurde am Ende des Beitrags eine Spotify-Playlist mit den dort vorhandenen Songs eingebettet, welche nach der Ausstrahlung erscheint. Die restlichen Stücke können über die Links in den Reviews abgerufen werden. Am Ende des Beitrags findet ihr zusätzliche Links über uns, die Friday Night Jamboree SoundCloud-Seite sowie die Friday Night Jamboree Facebook-Seite!


Iona FortuneTao Of I (Optimo)

Nach Jon Hassells Music From The Fourth World Compilation veröffentlicht Optimo ein weiteres Konzeptalbum und schreitet den bereits eingetretenen Pfad einige Fußstapfen weiter. Iona Fortune ist ebenfalls in Glasgow ansässig, jedoch setzt sich ihr Stil vor allem aus orientalischen Einflüssen zusammen und beinhaltet verschiedene klassische Instrumente wie die Guzheng oder das Gamelan, welche eine gewisse meditative Spannung erzeugen, die sich durch das gesamte Album zieht. Eine wahrhaft meisterliche Veröffentlichung, welche nicht nur in innerstädtischen Yoga-Studios Anklang finden dürfte. Tao Of I ist die erste von acht weiteren Veröffentlichungen, die Schallplatte erscheint auf weißen Vinyl und lässt Sammlerherzen höherschlagen.

Veröffentlichung: 26. Mai 2017

Format: 12″ und digital


 

Beesmunt SoundsystemAqua Como EP (Kitjen)

Nach Beesmunt Soundsystems herausragender EP Sensual Works aus dem letzten Jahr legt das Amsterdamer Erfolgsduo eine neue Veröffentlichung auf dem Hipster-Label Kitjen nach und setzt das Augenmerk dieses Mal auf gediegenere Gefühle. Die Aqua Como EP gibt die wichtigsten Informationen bereits im Titel preis, wie Mantas im küstennahen Wasser gleiten die Stücke friedlich am Zuhörer vorbei, ohne diesen zu sehr zu beanspruchen. Die seichte unterwasserartige Musik ist trotzdem vielschichtig und bringt die Detailverliebtheit der Produzenten zum Vorschein. Nach Fantastic Mans und Suzanne Krafts EPs ist Aqua Como ein weiterer Geniestreich des Strippenziehers Igor Tipura und seinem Imprint Kitjen.

Veröffentlichung: 19. Mai 2017

Format: 12″ und digital


Talamanca SystemTalamanca System (International Feel)

Zusammen mit Mark Barrott bilden Lauer und Gerd Janson aka Tuff City Kids das Talamanca System und veröffentlichen drei Jahre nach ihrem ersten gemeinsamen Release ihr Debütalbum auf Barrotts Label International Feel. „A sunburned imagination of a day and night spent on Ibiza during a moment in time that probably never was“, beschreibt die exzentrische Presseabteilung des Labels den 9-Stück starken Langspieler. Das pianolastige Eröffnungsstück ‘Transatlantique’ gibt bereits den grundlegenden Tonus vor, die anderen Titel ziehen gekonnt nach. Eine Ode an den ibizenkischen wolkenklaren Sonnenaufgangshimmel jagt die nächste, die Stücke eignen sich ideal, um selbst die kaputteste und ausgelassenste Nacht zu einem romantischen Ende zu bringen.

Veröffentlichung: 19. Mai 2017

Format: 12″, CD und digital


Baba StiltzCan’t Help It (Studio Barnhus)

Can’t Help It ist die neuste Single von Stockholms Supertalent Baba Stiltz, der seiner Diskografie eine weitere Perle hinzufügt. Sanft und einnehmend wie eh und je arrangiert er seine eigene Stimme um Laser-Percussions und heulende Synthesizer. Das gesamte Stück wirkt im ersten Moment ein wenig schräg und schief, entpuppt sich allerdings im weiteren Verlauf als eine auf höchstem Level durchdesignte und absolut radiotaugliche Indie-Disco-House-Nummer. Studio Barnhus Pop-Prinz in vollem Glanz!

Veröffentlichung: 19. Mai 2017

Format: 12″ und digital


RampaHall Of Violence EP (Innervisions)

Am 26. Mai feierte der Berliner DJ und Produzent Rampa seinen ersten Solo-Release auf Innervisions, dem Schwergewichtslabel von Âme und Dixon aus Berlin. Hall Of Violence ist eine schnörkelige EP mit vielen verschiedenen Komponenten, jedoch ist der typische Rampa-Sound durchweg erkennbar. Der Titelsong groovt mit Tech-House Elementen, simpel gehaltenen Keys sowie verzerrten Vocals und bringt die Innervisions-Tanzflächenmelancholie pünktlich zum Sommerbeginn zurück auf die Bildfläche. ‘Fluke’ ist etwas hypnotischer und eigenwilliger, allerdings nicht weniger mitreißend. Etwas aus der Reihe tanzt das Stück ‘Bimma’, welches auch einer straighten Bassdrum folgt, jedoch mit Vocal-Snippets aus dem afrikanischen Bereich bestückt ist und Rampas kürzlich veröffentlichten ‘Deep Musique Remix’ für Osunlade und die Pastaboys ideal ergänzt. „I remember how you used to say, you’ll never change but that’s not true!“

Veröffentlichung: 26. Mai 2017

Format: 12″ und digital


Nicola CruzEspiritu (Multi Culti)

Die Reise von Nicola Cruz auf dem Montrealer Boho-Label Multi Culti geht erfreulicherweise in eine weitere Runde. Nach Cantos De Vision und Visiones folgt nun mit Espiritu die bereits dritte EP in diesem Jahr. Der Ecuadorianer verschmelzt trippige Percussions mit organischen Sounds, die so weich und neblig klingen, als seien sie aus einer Rauchwolke entstiegen. Im Verlaufe des titelprägenden Stücks ‘Espiritu De Proteccion’ gesellen sich dubbige Basslines zu chorähnlichen Stammesgesängen, die später gekonnt zerstückelt und von einer abgedrehten Panflöte und Acid-Bässen flankiert werden. Kollektive Meditationszeremonien auf der Tanzfläche garantiert!

Veröffentlichung: 22. Mai 2017

Format: digital


Daniele BaldelliCosmic Temple Part 6 (Mondo Groove)

Die sechs 12″ Vinyls beinhalten 18 vorher unveröffentlichte Songs von Daniele Baldelli, welcher sich von den Cosmic-Disco-Sounds aus Verona in Italien hat inspirieren lassen, wo er von 1979-1984 Resident DJ im Lazise gewesen ist. Die drei Stücke auf dem 6. Teil sind weitreichend. Während ‘Taxon’ Saxophone, Free-Voices, Funk und Jazz zusammenführt, ist ‘Kevlar’ durchzogen von einer stringenten und soloartig eingespielten Gitarre auf einem Percussion-Teppich, der dem Tänzer Feuer unter dem Hintern macht. ’33VS45′ ist ein kleines Gimmick, da das Stück sowohl in 33RPM, als auch in 45RPM abgespielt werden kann und im höheren Geschwindigkeitsbereich unverhoffte Überraschungen bereithält. Das Cover wurde interessanterweise vom Grafikstudio Drudi Performance kreiert, die unter anderem die Motorradhelme von Valentino Rossi entwerfen. Nicht undenkbar, dass Rossi mit der Cosmic Temple Veröffentlichung auf den Ohren eine neue Rundenbestzeit aufstellen würde.

Veröffentlichung: 19. Mai 2017

Format: 12″ und digital


 

SuunsHold/Still Remixes (Secretly Canadian)

Im Jahr 2007 gründeten vier Kanadier die Rockband namens Suuns. Im vergangenen Jahr erschien ihr drittes Studioalbum Hold/Still auf dem Independent-Label Secretly Canadian. Beinahe auf den Tag genau folgte ein Jahr später am 23. Mai ein umfangreiches und mit wahnsinnig guten Künstlern bestücktes Remix-Paket. Dazu gehören unter anderem Redshape, VRIL und Beatrice Dillon. Alle Neuinterpretationen bieten den Originaltiteln ein neues und einzigartiges Gewand, so steuerten auch die erfahrenen Italiener Marvin & Guy ihren Teil in Form von gleich drei Remixen bei. „The remixes vary from the dancefloor fillers from the likes of Redshape or Marvin & Guy through to the ambience of Lee Gamble and Beatrice Dillon and the techno of VRIL and show Suuns as one of the most forward thinking and fertile bands around. Time to go and get lost.“, schreibt der in Manchester ansässige Plattenvertrieb Picadilly Records über die neun Stücke auf der EP. Besonders die Marvin & Guy Remixe sind jeden Cent wert!

Veröffentlichung: 23. Mai 2017

Format: 12″ und digital


Joe GoddardElectric Lines (Domino)

Bereits Ende April veröffentlichte Joe Goddard mit Electric Lines sein erstes Soloalbum. Der Engländer ist darüber hinaus Co-Founder der Band Hot Chip, welche eine spannende Kombination aus elektronischer Tanzmusik und dem Independent-Genre vertreten. Des Weiteren produzierte er als eine Hälfte von 2 Bears im Bereich Disco und House. Anstatt nun den naheliegenden Schritt zu gehen und ein Album voller Dancefloor-Hits zu veröffentlichen, kommt das Album vielmehr als sanfte Electro-Pop LP daher. Nimmt man sich zunächst den Opener ‘Ordinary Madness’ vor wird schnell ersichtlich, dass Electric Lines schlicht und einfach ein verdammt gutes Pop-Album ist. Das Soundbett ist zumeist verspielt und vermittelt eine positive Grundstimmung, doch Goddard kann auch ruhig und melancholisch wie bei ‘Human Heart’ oder dem Titelstück. Diese Vielseitigkeit, vor allem im Hinblick auf die unterschiedlichen Vocals, lässt das Album problemlos als gelungenes Gesamtpaket erscheinen und kann in einem Rutsch durchgehört werden. Friday Night Jamboree gibt fünf von fünf!

Veröffentlichung: 21. April 2017

Format: 12″, CD und digital


Die Facebook-Seite bündelt alle Informationen:
http://www.facebook.com/fridaynightjamboree

Auf der SoundCloud-Seite existiert zusätzliches Material:
http://soundcloud.com/fridaynightjamboree

Die SoundCloud-Profile:
Lynden: http://soundcloud.com/lyndenlynden
Henry Schwarz: http://soundcloud.com/henryschwarz
Janus: http://soundcloud.com/jannisdamitz


Kuration: Tim Schulze, Henry Schwarz und Jannis Damitz
Moderation: Tim Schulze
Produktion: Henry Schwarz
Text: Tim Schulze und Jannis Damitz

Playlist zur Sendung

Die Playlist enthält nur die gespielten Songs, die auch bei Spotify verfügbar sind.

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